Ortstermin: Das geht auch digital!

Ein Erfahrungsbericht aus Otterberg

Am 30. April fand in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Otterberg erstmals ein digitaler Ortstermin zum Visionsprozess Segensorte statt. Pastoralreferentin Christiane Gegenheimer hatte zur Videokonferenz eingeladen. Die ökumenische Bibelrunde fand mit acht Personen im Alter zwischen 35 und 80 Jahren statt. Gegenheimer erzählt: „Es hat echt Spaß gemacht! Ich hatte im Vorfeld eine Präsentation erstellt, die ich per Bildschirmfreigabe dann immer wieder „in die Mitte“ nehmen konnte. Das Segensgebet beteten wir zu Beginn gemeinsam – zum Singen schaltete ich einfach alle Mikrofone außer das des Gitarristen und Vorsängers aus.“ Die „Team-Unser“- Karten aus der Segensorte-Materialbox hatte die Pastoralreferentin im Vorfeld eingescannt und die Leute vor deren Präsentation gebeten, sich aufzuschreiben, welche biblische Person ihnen am Abend des Treffens besonders wichtig wäre.
Der Abend fand größtenteils im Videokonferenzraum statt, zeitweise konnten die Teilnehmer*innen aber auch für sich einem Impulsgedanken nachgehen.
Im Zentrum stand ein biblischer Text aus der Genesis, der reflektiert wurde. Dazu ergänzte Gegenheimer die Notizen der Teilnehmer*innen auf einer virtuellen Folie, die alle einsehen konnten. Sie erklärt das weitere Vorgehen: „Danach fragte ich die Teilnehmer*innen, ob sie lieber biblische Personen oder fiktive Personen mit Eigenschaften ausstatten wollen, die diese ihrer Ansicht nach zu Segensmenschen machen würden – wir einigten uns auf fiktive bzw. reale Gestalten/Vorbilder. Nach 10minütiger persönlicher Zeit trafen wir uns erneut im virtuellen Raum. Ich notierte auch diese Eigenschaften live mit.“
Im Anschluss an den Austausch füllte die Gruppe gemeinsam den Beitragsbogen zum Visionsprozess Segesorte aus, der zwischenzeitlich auch auf der digitalen Segensorte-Karte veröffentlicht ist. Das virtuelle Treffen schloss mit dem aaronitischen Segen und einem Segenslied. Am Folgetag verschickte Gegenheimer an alle Teilnehmer*innen die Rückseite ihrer biblischen Personenkarte als Erinnerung an den gemeinsamen Abend. Sie zieht ein positives Fazit: „Ich bekam sehr viel positive Resonanz auf diesen Abend und lernte: auch virtuelles Beisammensein kann sehr segens- und geistreich sein.“